Fredersdorf-Vogelsdorf: Erste Diskussion zum Klimaschutz
Konzept wurde öffentlich vorgestellt / Autobahn-Anwohner gegen Windkraftanlagen
MOZ-Online, 25.01.2011, 4:32 Uhr
Fredersdorf-Vogelsdorf. Zu einer ersten öffentlichen Diskussion des Klimaschutzkonzeptes für die Gemeinde hatte Bürgermeister Uwe Klett eingeladen. Einleitend erläuterte Jens Haudel vom Büro Seecon Ingenieure und KEM Ziel und Herangehensweise an das Konzept: "Das vorliegende integrierte kommunale Energie- und Klimaschutzkonzept für die Gemeinde fügt sich in die Planungen der Europäischen Union ein: 20 Prozent weniger Energieverbrauch, 20 Prozent weniger Treibhausgasausstoß sowie einen Anteil der erneuerbaren Energien von 20 Prozent am Gesamtverbrauch - und das bis 2020. Ziel des vorliegenden Papiers ist es, eine Strategie zu entwickeln, die es Fredersdorf-Vogelsdorf erlaubt, ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Betriebskosten (u. a. Straßenbeleuchtung) zu senken, damit den Haushalt zu entlasten und lokales Wirtschaftswachstum und somit Steuereinnahmen zu generieren."
Bürgermeister Klett dankte dem Klimabeirat, der das Projekt während der Konzepterstellung beratend begleitete, und unterbreitete der Versammlung den Entwurf eines Maßnahmenplans zur Umsetzung des Konzepts. In ihm schlagen solche Maßnahmen zu Buche wie: Minderung der Kohlendioxid-Belastung durch Einsatz erneuerbarer Energien, Weiterentwicklung Kohlendioxid vermeidender Mobilität, Maßnahmen zur Erhöung der Energieeffizienz, Baumbestandspflege und andere.
Dieter Bassin vom NABU beklagte, dass seit zwei Jahren die meisten Bäume gefällt würden und die Gemeinde mit schlechtem Beispiel voranginge.
Einwohner aus Vogelsdorf sind wegen der schon hohen Belastung durch die Autobahn gegen die Errichtung von Windkraftanlagen mit weiterem Lärm. Jörg Janecke, Lokale Agenda 21, sieht die Geothermie gar nicht berücksichtigt und die nach seinen Worten umstrittene Photovoltaik zu hoch bewertet.
Peter Grammelsdorf kritisierte, dass sein Vorschlag, die Lichttechnik in der Gemeinde schrittweise auf LED-Basis umzustellen und dazu ein Pilotprojekt am Parkplatz des Rathauses zu installieren, seit zwei Jahren in der Verwaltung schlummert.
Bürgermeister Uwe Klett nahm die Anregungen auf und folgte dem Vorschlag von Wolfgang Thamm, diese in das vorliegende Konzept einzuarbeiten und es im Internet zu veröffentlichen, sowie sich bei der Entscheidungsfindung Zeit zu lassen, um den Einwohnern die Möglichkeit zu geben, weitere Vorschläge zu unterbreiten.
Das Konzeptist auf der Internetseite der Gemeinde einsehbar und kann auch herunter geladen werden.
Text: Wolfgang Thonke

